… wechselhaftes Wetter, passend zur Weltlage. Wolken türmen sich auf wie Schlagsahne, manchmal glüht der Himmel rotgold zum Sonnenuntergang. Schneeglöckchen und Krokusse blühen, Wäsche kann draußen trocknen. Ein neuer Tag wartet. Der verregnet sich windig im düsteren Grau, drinnen Vasen voller Tulpen. Gemischte Gefühle mit Platz für das Bewusstsein: Trotz Verlust und Kummer sind wir gesund, kein Erdbeben in Sicht. Lasst uns dankbar sein für das, was wir haben:
- Tränenreiches Glück: Nach über 2 Wochen ist unser alter, entlaufener Hund GORAN ziemlich erschlankt wieder in seiner Pflegestelle. Er wollte sich aus einer Falle Nahrung holen, sodass am Ende sämtliche aufwändigen Maßnahmen funktioniert haben. Vorher war er immer in unseren Gedanken, wurde mit allen Mitteln gesucht: Von ausgebildeten Hunden und Menschen über Lebendfallen mit Duftspuren bis zu Nachtsichtkameras und Drohnen. Hoffnung? Dieser alte Recke hat Straßenerfahrung, war lange eingesperrt, unzugänglich durch sein tiefes Misstrauen gegen Menschen, nachdem er gerade dabei war, neue, gute Erfahrungen mit ihnen zu machen. Tägliches Mantra: Komm zurück, dann wird alles gut! Erhört! Danke! (siehe VIDEO)
- PANDA, ein weiterer aufgegebener Senior-Rüde ist auf dem Weg zu uns. Seine Rettung war wieder ein richtiger Akt. Doch nun bringt ihn eine Flugpatin nach Frankfurt, wo er abgeholt und zu Elke nach Ostfriesland gefahren wird. Dort soll er im kleinen Rudel leben und es auf seine alten Tage nochmal richtig guthaben. Dank Alida, Elke und Heide.
- Unsere DESI hat nach dem Tod ihrer Bezugsperson ein neues Zuhause gefunden.
- Viele Anfragen für VINCENT. Aber nach seinem Pech suchen wir für ihn jetzt nur noch unter den Besten, denn dieses Mal müssen es die Richtigen sein.
- Hätten wir es nur mit Tieren zu tun, bliebe uns viel erspart. All‘ die Zeiträuber, die einen Hund wollen, uns Ehrenamtliche zu Einsätzen und Fahrerei bewegen, uns personell, zeit- und kosten-
mäßig blockieren, dann lässig absagen. Wir schlucken das, weil wir ein Zuhause für unsere Schützlinge suchen. Auch von anderen Vereinen hören wir, wie sehr das zugenommen hat. Die reagieren allerdings mit noch geringeren Ansprüchen, was später zu noch mehr Hilferufen führt. Ein echter Teufelskreis. Also versuchen wir, früh genug die Spreu vom Weizen zu trennen. Dann kristallisieren sich glücklicherweise auch liebe, verantwortungsvolle Menschen heraus. - Wir konnten in vielen Fällen helfen mit Empfehlungen, Sachspenden, Futter, Kastrationen, medizinischer, physiotherapeutischer und trainerischer Unterstützung. Kaum ein Tag ohne solche Bitten … das setzt Grenzen, darum mussten wir leider einige ablehnen.
- Unsere Pferde AMICA und TOTO kriegen Gesellschaft. 2 neue Rösser brauchen ganz nötig einen Stall, einen Paddock und grüne Weiden.
Die Mischung macht alles erträglich. Fühlt ihr das auch so? Mal läuft es gut, mal schlecht. Mal gibt’s Luftsprünge vor Freude, mal den tiefen Sturz voller Entsetzen. Mal begegnen uns Menschen, die uns durch Opferbereitschaft und Herzenswärme begeistern, mal sind wir enttäuscht und abgestoßen vom egozentrischen, rücksichtslosen Verhalten. Was immer funktioniert?
Die Liebe zu Tieren, die kleinen und großen Wunder, die wir täglich mit ihnen erleben.




