Das Schönste am Morgen ist die Begrüßung unserer Tiere. Wenn alle fast umfallen vor Freude, weil nach
der ereignislosen Nacht endlich wieder geknutscht wird, es gleich rausgeht
und danach Futter kommt. Mit leisem Fiepen lehnen sich die Hunde an uns, die Katzen maunzen laut und drehen verschmust ihre Achten.
Kann es Besseres geben? Vielleicht wenn wir zur Weide laufen, erstes Wiehern hören, das deutlich nach „MoinMoin“ klingt, und uns der große Pferdekopf durch sanftes Anstupsen einen guten Morgen wünscht. All‘ dieses Vertrauen löst ruhige Geborgenheit aus, wappnet uns für die Woche. Und die hatte es in sich.

„Moin, da bist du ja wieder“ Fetita in der Nachbehandlung Teil der Sachspenden z.B. von Christa
Wir waren in Albanien und Rumänien, um unseren Freunden zu helfen, mit den Ärzten zu sprechen, die verletzten Tiere weiter zu versorgen, und sie –falls möglich- mitzunehmen. Fetita darf nach den Operationen immer noch nicht ausreisen. Millie hat den Eingriff gut überstanden und wir sind froh,
ihre Nachbehandlung in Evas liebe Pflegehände zu geben. Auch um Jona und Lorena kümmern wir uns bereits. Zusätzlich sollte eine große Notfall-Ladung voller Sachspenden in beide Länder gehen, aber finde mal eine faire Spedition. Dank Kristina und Heide ist nun wenigstens für Albanien alles auf dem Weg. Als Nicht-EU-Land bleibt jeder Einsatz sowieso problematisch und teuer. Dabei geht es den Tieren dort besonders schlecht – keins hat sich dieses Land als Geburtsort ausgesucht.
Erfolgreich waren auch andere Aktionen: Der üble Misshandlungs-Fall in Berlin, wo wir einen armen Hund dauerhaft aus bösen Händen befreien konnten. Riesenfreude bei Joni und seinen Menschen, weil er einen Rolli von uns bekommt; und wir danken Andrea sehr für ihre weitere Plattform-Hilfe.

Trennungsmoment von Sazou und Alva Zwei, die einander helfen: Aldo und Goran
Unsere schönen Geschwister – SHONDAs Kinder – wurden nach und nach auseinandergerissen, was uns ganz schön schmerzt. Gern hätten sich die Scheuen an ihren offeneren Schwestern wie SAZOU oder ALVA orientiert, doch schon die Einzel-Adoption war nicht leicht. Was für ein Segen, wenn mehr Menschen bereit wären, Rudeltiere zu Zweit aufzunehmen. Schnell würden sie merken, welchen Mehrwert an Lebensqualität sie dadurch bekommen und wie gut es den Hunden dabei geht. Das zeigt auch die Menge begeisterter Erfahrungsberichte von Spät-Bekehrten😊
Die stärkste Rührung dieser Woche lösten Silke und Michael bei uns aus. Ein warmherziges, großzügiges Paar, das nicht nur uns mit üppig gedecktem Tisch empfängt, sondern alles für seine Notfall-Tiere tut. Nach den langen Knast-Jahren braucht GORAN Zeit und nochmal Zeit, um wieder zu vertrauen. Jede Veränderung macht ihm Angst, jeder Tag ist eine Herausforderung. Und woran basteln die beiden Menschen? Weil Goran sich drinnen sicherer fühlt als draußen, wurden Deckenventilatoren angebracht, damit die Räume kühler bleiben. Und zum Weinen schön: Um Goran ein stärkeres Gefühl von Freiheit zu vermitteln, installieren sie einen glitzernden Sternenhimmel, und können an seinem Tracker ablesen, dass sein Schlaf darunter tief und ruhig ist. Was für eine Woche! Wir sind allen Helfern und Unterstützern zuriefst dankbar.

Vorsichtig darf Silke Goran streicheln Sternenhimmel Doppelschätze: Mensch und Tafel



