Das Wechselspiel aus Routine, Kummer und Glücksmomenten macht nur wenig Pausen. Wenn manches ins Wanken gerät, sich quasi „verschwerfacht“, dann helfen ermutigende Menschen und gute Taten, den eigenen Zuversichts-Muskel zu trainieren.
Während wir an einer erschütternden, leider sehr komplizierten Rettungsaktion arbeiten, den Tod von zwei lieben Tieren verkraften müssen und es endlich so aussieht, als wäre der erste Handwerker bereit, einen Auftrag für unsere Senioren-Lobby anzunehmen, erreicht uns folgender Notruf von einer engagierten Tierärztin aus Norddeutschland:
Ich war auf einem Hausbesuch und sollte diese bezaubernde kleine Maus einschläfern. Als Grund wurde mir gesagt, sie sei unsauber und 16 Jahre alt. Ich komme rein und die Lütte freut sich ein Loch in den Bauch. Nach einigen Ermittlungen kann ich sagen, dass sie laut Impfpass erst 11 Jahre alt ist, sie scheint körperlich fit, braucht aber eine Zahnsanierung und kann schlecht sehen. Sie folgt Frauchen draußen ohne Leine auf Schritt und Tritt und versteht sich mit anderen Hunden. Der Lappen, auf dem sie liegt, ist alles was sie hat. Ich nehme an, sie macht mal rein, weil sie nicht genug rauskommt, denn draußen hat sie kontrolliert Urin abgesetzt. Die Kleine ist einfach nur Zucker und Frauchen will sie nur loswerden. Bitte privat bei mir melden, bevor die noch einen Tierarzt findet, der die Lütte euthanasiert…
Weil das für sich spricht, sparen wir uns jeden Kommentar. Nur soviel: Die Lütte hat ihr Zuhause gefunden und dort ein neues Leben mit Liebe und echter Fürsorge bei einer anderen Sorte Mensch. Glücksgefühl pur.
Nachts hat’s heftig geschüttet, doch am Tag gab‚s Sonnenstrahlen für den wundervollen Schafpudel URMEL, der sich mit seiner schönen Mama STELLA bei uns traf. Ein freudig erwartetes Wiedersehen, das ganz unspektakulär verlief. Urmel reagierte kurz verblüfft, wedelte heftig, aber Mutter Stella zeigte außer etwas Geschnüffel wenig Interesse. Sie war auf Frauchen fixiert … eine gute Alternative! Die scheue, misstrauische Stella offener zu erleben, mit Bindung an einen Menschen, sie sogar streicheln zu dürfen, hat uns sehr beglückt. Und natürlich löste Charmeur Urmel größtes Entzücken aus. Ein Traum-Junge, der sich ebenfalls bestens entwickelt. Am Ende hatte sein Frauchen den Autoschlüssel verloren, der dann lange vergeblich gesucht wurde, den Tagesablauf auf den Kopf stellte und leichte Verzweiflung auslöste. Burckhard rief seine Werkstatt an… als Stella plötzlich den fremden Geruch vorgesetzt bekam plus Kommando „Trail!“. Und nach maximal 5 Minuten stand die Hündin vor dem Wert-Gegenstand, an dem alle -zigmal vorbeigegrübelt waren. Im Gras verdeckt. Warum ist uns dieser perfekte Beweis großartiger Begabung nicht eher eingefallen? Unsere Verneigung vor Stella und ihrer Astrid nahm dann trotzdem noch etwas Zeit in Anspruch. Bravissimo Stella!

Na, besser Abstand halten… Söhnchen folgt Mama Herzenssache



