Schutzhöfe Weitere

Unsere Kooperationen in Albanien, Rumänien, der Ukraine und Türkei.

Jeder Schutzhof braucht  verantwortungsvolle,  zuverlässige Betreiber mit  kenntnisreicher Erfahrung und einem  fürsorglichen Verhältnis zu Tieren. Das ist im Ausland unverzichtbar,  weil man  als  selbst  aktiver Tierschützer nur sporadisch vor Ort sein kann. Nach Aufbau-Erlebnissen, bei  denen  „Helfer“  die eigenen Taschen füllen wollten statt  die  Futternäpfe  bedürftiger  Tiere,  verschoben wir unsere  Schutzhof-Pläne,  verstärkten dafür bereits vorhandene Kooperationen und dürfen uns über großartige Resultate freuen. Über unsere Einsätze berichten wir unter „Aktuelles“.

Mit diversen Aktionen sensibilisieren wir das Bewusstsein der Bevölkerung für die Tiere ihrer Heimat,  erweitern Wissen und Können regionaler Tierärzte,  auch anderer Fachleute und bewirken die Eindämmung der Population. Wir motivieren die wenigen einheimischen Tierfreunde und gewinnen nicht nur helping hands, sondern auch großen Respekt für unseren  selbstlosen, nachhaltigen Einsatz.  Durch diese besondere Zusammenarbeit mit  Sheltern im Ausland  wird nicht nur Tieren geholfen,  sondern das  Ansehen Deutschlands gesteigert,  praktische Völkerverständigung erreicht, denn es enstehen viele persönliche Freundschaften.

Kein Tier ist an seinem Elend schuld, nur der Mensch!  Unsere nach verursachten Qualen nötige Tierrettung ist zwar mühsam und belastend, trotzdem bloß der Anfang. Weitaus schwieriger wird die liebe- und verantwortungsvolle, artgerechte Fürsorge, die jedes Tier benötigt, besonders die verängstigten, traumatisieren, gehandicapten. Für manche sorgen wir ihr Leben lang, wenn niemand sie haben will. Ob bei uns oder im Shelter unserer Partner schaffen wir friedliche, sichere Zufluchts-Oasen, in denen die Opfer menschlicher Gewalt wieder Schutz erhalten und Hilfe zur Bewältigung ihrer furchtbaren Erlebnisse.  Neues Vertrauen soll ihnen die Chance auf ein gutes Zuhause erleichtern. 

Shelter  in  Albanien

Nahe Tirana konnte Linda zusammen mit einer Freundin einen kleinen Hof ausbauen und verlassene, verletzte, leidende Tiere aufnehmen. Schon seit 2013 arbeiten wir mit ihr zusammen,  nachdem uns damals „Blauhelm-Soldaten“ um Hilfe gebeten hatten,  damit wir eine Hundemutter mit ihren Welpen retten.  Durch Erziehung und Einstellung der meisten Menschen in Albanien müssen Tiere  „nützlich“  sein,  werden mitleidslos überfahren und liegen gelassen,  grausam behandelt und haben keinerlei Stellenwert. Erst mit zunehmendem Tourismus, ausländischen Tierschützern und neuen Informationsquellen ändert es sich ganz langsam, sodass Hoffnung besteht.  Doch ohne unsere Unterstützung würde Linda es nicht schaffen,  denn die Not ist so riesig wie der Hilfsbedarf.  Weil Albanien nicht zur EU gehört,  ist auch für uns jeder Einsatz schwierig und erfordert durchdachte Logistik und Organisation.
Schwer misshandelte Hunde,  traurige Senioren und Vierbeiner mit OP-Bedarf,  der in Albanien nicht möglich war …  sie alle sind inzwischen bei uns und fanden eine gute, wunderbare Zukunft. Wir konnten mit Sachspenden viel lindern und engagieren uns jetzt beim Ausbau des Shelters, sorgen für einen kleinen Klinikraum, sauberes Wasser,  wirksamen  Hitze- und Kälteschutz,  damit Tiere auch dort besser leben und länger bleiben können.  Hinzu kommen Kastrations-Aktionen und medizinische Behandlungen.

Fotos und weitere Infos in Kürze…

Tierhof  in  Rumänien

In Rumänien arbeiten wir seit 2006 mit 2 Organisationen zusammen,  die wir fördern, von denen wir Tiere aufnehmen und mit denen wir breitflächige Aktionen durchführen. Das Land hat legale Tötungsstationen, mit oft qualvollen Methoden und schlechter Führung. Außerdem gibt es die Aspa, eine tierfeindliche „Hundefänger“-Organisation mit großem finanziellen Interesse.  Millionenfache Petitionen oder Anträge an die Regierung haben in  20 Jahren Tierschutz nur wenig geändert,  ohne Auslands-Hilfe wären in Rumänien noch mehr Tiere völlig verloren.  Weil Kastrationen als Präventiv-Maßnahme den wichtigsten Effekt bringen,  gehören sie zu unseren Standard-Aktionen vor Ort, auch für die Bevölkerung  kostenlos;   mit medizinischer Erstversorgung,   Futter- und  Sachspenden aller Art und vieles mehr.  Inzwischen unterstützen wir 4 verschiedene private Shelter.

Novaci, Arad, Sighisoara, Oradea. Fotos und weitere Infos in Kürze….

Shelter in der Ukraine

Seit  dem  russischen Angriff am  24.2.2022  werden dort Menschen getötet und Städte zerbombt.  Viele Bewohner sind geflohen,  der Rest bangt um sein Leben.  In  den Trümmern der Geisterstädte die  zurückgelassenen,  hungernden,  verletzten Tiere  in  panischer Angst  zu sehen, ihr Jaulen zu hören, ist zutiefst erschütternd. Nur wenige Menschen sind noch bereit und in der Lage, sich um diese hilflosen Wesen zu kümmern. Schon ab Kriegsbeginn unterstützen wir ukrainische Tierretter, helfen Flüchtlingen, konnten verletzte Hunde befreien und holen.  Hier erhielten sie medizinische Eingriffe,  Prothesen und anderes.  Durch einen menschgemachten Krieg verloren diese Tiere alles, wie dürftig es auch sein mochte. Es war ihr Zuhause, ihre Bezugsperson, ihre Sicherheit.  Monate voller Todesangst haben unsere Mitgeschöpfe traumatisiert und ihr Vertrauen tief erschüttert.
Das Tierheim in Dnipro (Ost-Ukraine) ist mehr als überbelegt, aber mehrere Frauen arbeiten trotz ihrer ständigen Angst vor Bombardierung rund um die Uhr an der Rettung und Betreuung verlassener Vierbeiner.  Es fehlt an allem, vorrangig an Futter, die tägliche Not und der Kampf ums Überleben fordern letzte Reserven. Hier in Dnipro helfen wir Maryna und Alesya (unteres Foto im roten Pullover zwischen den geretteten Katzen).

Dnipro, Kiew. Infos in Kürze

Shelter in der Türkei

Nach den verheerenden Erdbeben und Waldbränden im Februar und Juli 2023 häuften sich die Hilferufe aus der Türkei so stark,  dass wir in Hatay, Alanya, Fethiye aktiv wurden. Über 50.000 Menschen starben. Vom Leid und Tod einer Unmenge an Tieren hörte man wenig.  Doch die Bilder sprachen für sich, wie sie verletzt und verbrannt inmitten der gewaltigen Zerstörungen lagen. Auch hier,  mitten im Ausnahmezustand,  erbarmten sich einige Tapfere und halfen nach Kräften, auch motiviert durch unsere Unterstützung.

Izmir,  Hatay, Alanya.  Infos in Kürze